Bischofslexikon der Habsburgermonarchie 1804-1918


Projektbetreiber:

ao.Univ.-Prof. DDr. Rupert Klieber

Projektbeschreibung:

Dr. Rupert Klieber hat mit dem Herausgeber der Lexikon-Reihe „Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches“ bzw. „Der Bischöfe der deutschsprachigen Länder“, Prof. Dr. Erwin Gatz aus Rom, im Jahr 2009 verein­bart, gemeinsam ein biographisches Lexikon „Die römisch- und griechisch-katholischen Bischöfe der Habsburger-monarchie 1804-1918“ zu erarbeiten. Seit dem plötzlichen Tod von Prof. Gatz 2010 ist Klieber alleiniger Verantwortlicher des Projekts.

Die Eckpunkte der Projektvereinbarungen waren:

  1. Das Projekt versteht sich als Ergänzungsprojekt zum sog. „Projekt Frintaneum“ und baut logistisch auf den dafür entwickelten Koopera­tionen auf, zumal es bei den lexikalisch betroffenen Personengruppen erhebliche Überschneidungen gibt.
  2. Die organisatorische Leitung liegt bei Prof. Klieber in Wien. Vertragspartner sind die Regionalleiter des „Projekts Frintaneum“ bzw. deren Arbeitsgruppen.
  3. Die Regionalleiter haben sich vertraglich verpflichtet, mit den für das „Projekt Frintaneum“ organisierten Historikerteams Kurz­biogramme der betroffenen Bischöfe in deutscher Sprache sowie historische Skizzen der betroffenen römisch und griechisch-katholischen Diözesen zu erarbeiten.

Die Erarbeitung der Biogramme der Bischöfe ebenso von historischen Skizzen zu den Diözesangeschichten für das 19. Jahrhundert erfolgen nach vereinbarten Schemata, sodass eine gute Vergleichbarkeit und Auswertbarkeit der Biogramme gewährleistet erscheint und sich daraus das kirchliche, soziale und nationale Profil des Hochklerus der Monarchie ablesen lässt. Die Projektleitung in Wien organisiert nach Maßgabe der eingelangten Arbeiten der Historikerteams folgende, nach Kirchenprovinzen gegliederte lexikalischer Bände:

  • Band I: Königreich Ungarn (exkl. Kroatien) = die röm.-kath. Kirchenprovinzen Gran, Erlau, Kalocsa sowie die griech.-kath. Kirchenprovinz Alba Iulia / Fogaros
  • Band II: Südliche Kronländer =  die röm.-kath. Kirchenprovinzen Mailand, Venedig, Görz, Zara, Agram, Sarajewo sowie die griech.-kath. Diözese Križevci/Kreutz
  • Band III: Nördliche Kronländer = die röm.-kath. Kirchenprovinzen Salzburg, Wien, Prag, Olmütz, Lemberg und die Diözese Krakau sowie die griech.-kath. Kirchenprovinz Lemberg und die arm.-kath. Diözese Lemberg


Vertragspartner für das Projekt „Bischofslexikon“ sind:  

  1. Jaroslav Šebek (Historisches Institut der Akademie der Wissenschaften Prag) für die Bischöfe von Böhmen und Mähren
  2. Péter Tusor (Katholische Universität Budapest) in Kooperation mit István Fazekas (Ungar. Archivdelegation im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien) für die Biogramme der röm.- und griech.-kath. Diözesen des Königreiches Ungarn (exkl. der heute slowakischen und kroatischen Diözesen).
  3. Emilia Hrabovec (Univ. Bratislava) ist für die Biogramme heute „slowakischer“ resp.  vormals ober­ungarischer Diözesen verantwortlich.
  4. Den polnisch-sprachigen Kollegsmitglieder der ED Krakau bzw. galizi­scher Diözesen widmet sich unter der Koordination von Marek Stasiowski (Wien) und den Komitee-Mitgliedern Stanisław Nabywaniec (Univ. Rzeszów) und Józef Wołczański (Theol.-Päpstliche Akademie Krakau).
  5. Die Erstellung von Biogrammen der kroatischen Diözesen in der österreichischen wie ungarischen Reichshälfte (die Kirchenprovinzen Zara und Zagreb) sowie für Bosnien verantwortet Frau Dr. Ivana Horbec von der Akademie der Wissen­schaften in Zagreb.
  6. Für den Bereich der griech.-kath. Diözesen der heutigen Ukraine zeichnet Prof. Dr. Oleh Turij (Univ. Lemberg) verantwortlich.
  7. Die Erstellung der Biogramme aus lombarischen und venetiani­schen Diözesen wird durch das Istituto di Storia Sociale e Religiosa in Gorizia/Görz unter Leitung von Frau Prof. Liliana Ferrari organisiert.